Getrennte Betten

Erfolgskomödie von Maryjane Cruise aus Kanada

Regie: Margot Maria Paar und Susanna Szameit

Margot Maria Paar und Alfred Pfeifer in Doppelrollen

Premiere: 22. Okt. 2008 im Kleinen Theater Salzburg um 20Uhr
Weitere Termine:
31. März um 20Uhr in Elixhausen im Kufelix, um 20Uhr, Tel: 0662 480251
6. Mai 2011 im Forum Theater Schwechat



Gastspiele 2011:
Neuwied am Rhein und Bonn-Bad Godesberg


Bildergalerie zum Stück
Getrennte Betten ist ein gleichermaßen urkomisches wie anrührendes Stück zum Thema Zusammenleben und spricht Singles ebenso wie Paare an. Diesmal geht es nicht - wie so oft - um das Erblühen sondern um das Erhalten der Liebe. Wie können wir unseren Partner immer wieder auf Neue entdecken und mit liebevollen Augen betrachten. Die beiden unterschiedlichen Paare in dieser Komödie haben genau eine Woche Zeit an Bord eines Kreuzfahrtschiffs. Beide feiern ihren Hochzeitstag. Twink und Ernie haben die Kreuzfahrt von ihren Kindern geschenkt bekommen und sind seit 30 Jahren verheiratet. Ernie Fraser führt einen kleinen Eisenwarenladen, Twink ist Hausfrau. Beth und Blake Stone sind seit 10 Jahren in zweiter Ehe verheiratet, Beth ist Schauspielerin, Blake Optometriker. Beide sind karriereorientiert. Was für eine Ehe führen sie? In überraschenden Theatercoups dieser Komödie entdecken alle vier ihre Wünsche und Träume neu.


Der Wiener Schauspieler, Sänger und Regisseur Alfred Pfeifer war an vielen deutschsprachigen Bühnen (u. a. Burgtheater und Volkstheater Wien sowie Schauspielhaus Zürich) engagiert. Der ehemalige Sängerknabe und ausgebildete Bariton spielt und singt in Musicals (u. a. „Phantom der Oper“, Vereinigte Bühnen Wien) und Operetten und ist Dozent an der Musikhochschule Luzern. In „Getrennte Betten“ feiert er sein Salzburg-Debüt.


Es gibt wenige Stücke über die Liebe, die andauert. Hiermit soll an das große Thema von „Kleine Eheverbrechen“ von Eric-Emmanuel Schmitt angeknüpft werden, allerdings in komödiantischer Hinsicht. Man hat den Eindruck, das Theater beschränke sich darauf, die Geburt und das Vergehen der Liebe darzustellen, während es dagegen nie zeigt, wie sich das alltägliche Leben eines Paares gestaltet. Was wäre aus Romeo und Julia geworden, nachdem sie zehn, oder gar fünfunddreißig Jahre zusammengelebt hätten? Was kann der Glanz der ersten Augenblicke der ewig gleichen Abfolge von Tagen, Wochen, Monaten entgegensetzen? Schmitt: „Nach eigenen Erfahrungen ist mir klar geworden, dass das Leben als Ehepaar die gewagteste, die gefährlichste Reise ist, die in der Liebe unternommen werden kann.“ Das Feiern des zigsten Hochzeitstages ist in unseren Bekanntenkreisen ein immer wiederkehrendes Thema, das von vielen Erwartungen und Enttäuschungen gekrönt ist. Maryjane Cruise schafft es über dieses Thema in humorvoller und berührender Weise zu schreiben. Da ich selbst seit vielen Jahren mit einem Kanadier verheiratet bin und drei Jahren in Kanada am Meer gelebt habe, sind mir die Themen dieses Stücks sehr vertraut.


Analyse des Ehelebens
Ist Liebe möglich nach vielen Ehejahren? Viele unserer Freunde haben sich schon getrennt nach mehr als zehn Ehejahren. Einige harren noch aus nach Illusionslosigkeit, nach den ersten stürmischen Jahren der erotischen Anziehung, der folgenden Kämpfe, wenn die so genannte Realität über einen hereinbricht. Es gibt haufenweise Bücher über Partnerprobleme und deren möglicher Lösungen, man denke an Deborah Tannen oder Gay Hendricks „Bewusst leben und lieben“, an Bücher wie „Du bist ganz anders als ich dachte“. Schule und Elternhaus haben uns nicht auf die langjährige Ehe in Umbruchzeiten wie diesen, in denen die Rollen von Mann und Frau sich so grundlegend geändert haben, vorbereitet. Können Mann und Frau je ebenbürtig sein, soll man sich je ganz auf den anderen einlassen? Diesen Fragen wollen wir in dieser Arbeit in humorvoller Weise auf den Grund gehen. Ernie Fraser hat sich scheinbar träge in Vertrautheit einrichtet, Twink sehnt sich immer noch nach Romantik. Wird sich der Traum je erfüllen oder hat sie schon etwas, das viel wichtiger ist? Beth Stone hat einen Mann, der sie anscheinend anhimmelt. Ist sie deshalb glücklicher? Ist er ehrlich? Blake Stone ist auf berufliche Expansion versessen. Ist da eigentlich Platz für einen Partner? Der Hochzeitstag auf der Kreuzfahrt bringt es ans Licht.

Was dieses Stück so spannend macht
Zwei Ehepaare navigieren auf einer Kreuzfahrt durch die Karibik durch ihre Beziehung. Die eine Ehe scheint perfekt zu sein, die andere stürmisch und gefährdet. Die Wahrheiten und Lügen jeder Ehe kommen an die Oberfläche, als sie ihren Hochzeitstag auf See feiern. Ernie und Twink versuchen die Spannung und Anziehungskraft wieder in ihre Ehe zu bringen, Beth und Blake versuchen, ihre Ehe zu retten. Diese herzerfrischende Komödie wird viele Paare berühren, die je in Erwägung gezogen haben, in GETRENNTEN BETTEN zu schlafen. Maryjane Cruise hat es für zwei Schauspieler geschrieben, für die der mehrfache Rollenwechsel eine große Herausforderung darstellt.

Maryjane Cruise, geboren in Ontario, Kanada, war Lehrerin für Musik und bildende Kunst in Ontario, bis sie durch verschiedene Preise bei Schreibwettbewerben bekannt wurde. Sie lebt mit ihren drei Kindern und ihrem Mann in Ontario. Im Frühjahr 2008 wird sie im Zuge eines interkulturellen Austauschs, an dem sich auch die kanadische Botschaft beteiligt, nach Deutschland reisen. 1991 Erster Preis beim International Amadeus Carol Wettbewerb für „The Night That He Was Born“ 1994 Erster Preis im Sears Ontario Drama Festival für „In My Life“. 1998 Erster Preis bei der Canadian One Act Playwriting Competition im Ottawa Little Theatre für „Dried Flowers“ 1999 Aufführung „Dried Flowers“ in Toronto 2002 Maryjane Cruise komponiert auch Chormusik und ist Autorin und Librettistin des Musicals „On Albert Street“ das in Toronto mit großem Erfolg aufgeführt wurde. 2005 Uraufführung der Komödie „Separate Beds“ (Getrennte Betten“) Dies ist der bisher größte Erfolg von Cruise. Die deutschsprachige Uraufführung fand 2006 in Zürich statt, die deutsche Erstaufführung 2007 im Theater in den Mainauen in Hainburg/Frankfurt, gespielt vom Theater in medias res.

Kritiken:
SN: Margot Paar und Alfred Pfeifer begeistern durch ihr komödiantisches Talent und ihre Wandlungsfähigkeit.

O-Tiroler Bote: ... ausgezeichnet gespielt, großartig!

DrehPunktKultur: "Im Zuschauerraum kommt es ob der vertrauten, bekannten ehelichen Szenen zu entspannter Erheiterung. Sympathisch lockeres ungekünsteltes und liebenswürdiges Spiel von Margot Maria Paar und Alfred Pfeifer in den Doppelrollen. Eine ehrliche, humorvolle Bestandsaufnahme!