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Monolog von Kerstin Specht über eine
starke Frau und Künstlerin. Ein humorvoller und berührender
Lebensrückblick, |
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Die Schriftstellerin
Marieluise Fleißer gilt - wie auch Ödön von Horwath - als
Erneuerin des Volksstücks. Anlässlich ihres 100. Geburtstages am 23.
Nov. 2001 hat Kerstin Specht diesen spannenden Monolog geschrieben. Eine junge Frau aus der Provinz bricht in jungen Jahren auf in die Großstadt. Sie sucht Anschluss an die literarische Avantgarde, lernt Feuchtwanger und Brecht kennen und lieben. Zwei Weltkriege und die genauen Beobachtungen des Kleinstadtlebens schärfen ihre literarische Kraft. Zwischen 1925 u. 1934 hatte Marieluise Fleißer sich in der literarischen Szene etabliert. |
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Ihre Meinung zu literarischen Fragen und zu
Beziehungsproblemen der Geschlechter galt etwas, wie ihre häufige Teilnahme
an den beliebten Feuilleton Umfragen in der Weimarer Republik
belegen. Für viele Jahre verschwindet sie aus der literarischen Szene
während des Nationalsozialismus. Erst in den sechziger Jahren wird sie
von Fassbinder, Sperr und Kroetz "wiederentdeckt". Ihre Stücke "Fegefeuer
in Ingolstadt", "Pioniere in Ingolstadt" und
"Der starke Stamm" werden an fast allen Schauspielhäusern
im deutschsprachigen Raum aufgeführt. Mit ihrer bilderreichen und poetischen Sprache zeigt Kerstin Specht ein
Künstlerleben, das über die scharfe Beobachtung kleinbürgerlicher Enge
und politischer Unruhen, nach vielen inneren Kämpfen und Niederlagen,
über sich selbst hinauswächst. |
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| Kritiken: Margot M. Paar spielte die österreichische Erstaufführung von Marieluise. "Ein Bericht, oder die Rückseite der Rechnungen" im Literaturhaus Salzburg. Marieluise Fleißer schwamm gegen den Strom ihrer Zeit und hatte ein Leben voller Brüche. Frauen hatten vorgedachte Plätze zu erfüllen. Marieluise Fleißer wurde durch Lion Feuchtwanger und von Bert Brecht gefördert, hatte vor allem mit ihrem Stück "Fegefeuer in Ingolstadt" ersten Erfolg. Sie hat in frauenunfreundlicher Zeit ihren Weg konsequent verfolgt. Und unter ihrem eigenen Mut mitunter heftig gelitten. Erst im Alter konnte die Schriftstellerin aus Ingolstadt mit Genugtuung feststellen, dass ihr Lebenswerk plötzlich wieder Beachtung erfuhr. Zu ihrem 100. Geburtstag wurde die "Fleißerin" wie Brecht sie nannte, auch mit einem Stück geehrt, das die Geburtsstadt Ingolstadt in Auftrag gegeben hatte. Man hat es ihr hier nie leicht gemacht, dennoch kam die Autorin nie von Ingolstadt los. In jüngerer Zeit ist die Verfasserin sozialkritischer Werke wiederentdeckt worden. Margot M. Paar überzeugte durch differenziertes, rasch wandelbares Spiel. Die Schauspielerin muss mit ihren Mitteln die Szene füllen, und kann es glänzend. Es gelingt ihr prächtig das Feuer hoch zu halten. Sie spielt sich durch ein spannendes Leben hindurch, und es gelingt ihr, mit Hilfe der Regisseurin Susanna Szameit, einen fesselnden Theaterabend zu schaffen. (Berchtesgadner Anzeiger) Einen etwa einstündigen Monolog nicht in Langeweile
abgleiten zu lassen, ist eine Kunst. Geschafft hat das Margot Maria Paar,
Gründerin der freien Theatergruppe Laetitia in Salzburg. Der
spannende Monolog stammt von Kerstin Specht, geschrieben anlässlich des
100. Geburtstages der Fleißer am 23. November 2001. Rechte: Verlag der Autoren,
Frankfurt/Main |
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